Voodoo

Bestimmt hat jeder schon einmal den Begriff Voodoo gehört, doch nur wenige können sich darunter etwas Konkretes vorstellen. Im folgenden Artikel klären wir euch auf, was Voodoo-Puppen, unheimliche Rituale und Flüche wirklich zu bedeuten haben und wie falsch unser Bild von Voodoo eigentlich ist. 

Voodoo kommt ursprünglich aus Westafrika und bedeutet so viel wie Geist oder Gott. Durch den Sklavenhandel gelangte die traditionelle Religion nach Amerika, unter anderem auch in die Karibik, wo sich heute noch das so ge-nannte Mekka der Voodoosi befindet. Voodoosi sind Anhänger der Voodoo-Religion. Durch die weitere Verbreitung des Voodoo vermischte er sich mit Elementen anderer Religionen, hauptsächlich mit dem Christentum. Obwohl es den Voodoo schon seit mehreren tausend Jahren gibt, wurde er erst 1995 als offizielle Religion anerkannt. Weltweit zählt sie etwa 60 Millionen Anhänger.  

Der grosse Gott existiert im Voodoo in weiter Ferne, für die Menschen unerreichbar. Als Ansprechpartner dienen, wie in anderen Religionen auch, viele kleinere Gottheiten mit verschiedenen Zuständigkeitsbereichen. Im Voodoo werden diese Kinder Gottes als Loa bezeichnet. Zusammen mit den Ahnengeistern kümmern sie sich um die Geschicke der Voodoosi. Gewöhnlich kommt beim Voodoo sowohl schwarze als auch weisse Magie zur Anwendung. Bei der schwarzen Magie handelt es sich um Schadens-zauber, Bestrafung und Leid. Ebenso wird sie benutzt, um Lebewesen und Gegenstände zu verfluchen. Das Gegenteil dazu bildet die weisse Magie, welche vor allem für Heilzauber verwendet wird. Um die Zauber auszu-üben, werden beim Voodoo verschiedenste Formeln und Rituale eingesetzt. Damit Kontakt zu den Göttern aufgenommen werden kann, verfallen die Voodoosi in eine Art Trance, welche durch eintönige Musik und Tänze er-reicht wird. Um diesen Effekt zu verstärken verwendet man zudem Kerzen, Düfte, Edelsteine oder Tierblut. Während der Trance, so glauben die Voodoosi, schaltet sich ihr Selbst aus und die Loa ergreifen Besitz von ihnen.  

Ein Ethnologe berichtet, wie sich ein Mann während einer Beerdigung ein grosses Messer quer durch den Kopf stiess. Der Mann war in Trance, von einem Loa besessen. Die anderen Voodoosi trugen den Mann eine Stunde um das Grab. Der Ethnologe dachte sich, er sei schon längst tot, doch als sie ihm das Messer aus dem Kopf zogen und die Wunde mit einer Paste ver-klebten, erwachte er wieder. Kurz darauf trank er ein Bier und gab dem Ethnologen ein Interview. Er war gesund, konnte sich jedoch nicht an das vorherige Ereignis erinnern.  

Die Filmeindustrie zeigt mit Vorliebe und in übertriebener Form die dunkle Seite des Kults. Vor allem die Voodoo-Puppe wird als negatives Symbol für Voodoo missbraucht. Durch gezielte Nadelstiche in die Puppe, kann man seinem ausgewählten Opfer alle möglichen Qualen zufügen. Diese Darstellung wird oft in Horrorfilmen gezeigt. Ursprünglich hatten die Puppen jedoch eine positive Bedeutung. Sie sind aus der Not heraus ent-standen, denn die verschleppten afrikanischen Sklaven durften in Ge-fangenschaft ihren Glauben nicht ausleben. Deshalb fertigten sie diese ein-fachen Puppen an, die sie unbemerkt für ihre Rituale verwenden konnten. Die Bedeutung von Voodoo hängt stark von der Kultur und dem Glauben ab. Jeder muss für sich selbst entscheiden, was er für wahr hält.  

Amy Hoefliger und Angelina Frühwirth

Quellen:

https://www.planet-wissen.de/index.html;  

https://de.wikipedia.org/wiki/Voodoo;

https://www.questico.de/magazin/spiritualitaet/schamanismus/voodoo.do;

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